Ratgeber Nierenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Was ist Nierenkrebs?

Werden bösartige, sog. maligne Tumoren, die sich im Nierengewebe befinden bzw. von ihm ausgehen, gefunden, so spricht man von Nierenkrebs. In den meisten Krankheitsfällen wird ein sog. Nierenzellkarzinom festgestellt. Bei einem Nierenzellkarzinom befindet sich der bösartige Tumor an den Zellen, die die Harnkanälchen (Tubuli) auskleiden. Seltenere Formen sind z. B. Lymphome (Tumoren und Vergrößerungen des Lymphgewebes) oder Sarkome (bösartige, vom Stützgewebe ausgehende Tumoren) der Niere oder der sog. Wilms-Tumor (Nephroblastom).

Ursachen und Risikofaktoren von Nierenkrebs sind noch nicht vollständig erschlossen. Als Risikofaktoren werden unter anderem eine ungesunde, fettreiche und vitaminarme Ernährung sowie Nikotinkonsum vermutet. Auch der Kontakt mit für die Niere schädlichen Substanzen, wie z. B. Asbest und chronische bzw. angeborene Erkrankungen der Nieren spielen eine Rolle im Zusammenhang mit Nierenkrebs.

Nierenkrebs ist eine Krebsart, die mit drei bis vier Prozent der gesamten Krebserkrankungen eher seltener ist (lt. Robert Koch Institut liegen die jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland bei Frauen bei ca. 6.500 und bei Männern bei ca. 10.750). Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt laut Robert Koch Institut bei Männern ungefähr bei 67 und bei Frauen ungefähr bei 71 Jahren. Männer erkranken häufiger an Nierenkrebs als Frauen.

Nicht selten wird der Nierenkrebs durch Zufall entdeckt und befindet sich dann auch häufig bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Ursache dieses Umstandes ist die Tatsache, dass Symptome, wie z. B. Blut im Urin, oft erst auftreten, wenn die Krankheit bereits über das Anfangsstadium hinausgetreten ist. Außerdem sind die auftretenden Symptome meist nicht eindeutig im Hinblick auf eine Nierenerkrankung.

Die Hauptfunktion der Nieren ist es, das Blut zu filtern und zu reinigen. Abfallstoffe, die bei dieser Reinigung aussondiert werden, scheidet der Organismus über den Urin aus. Von Nierenkrebs ist in den meisten Fällen nur eine der beiden Nieren betroffen, sodass nach einer operativen Entfernung der befallenen Niere, die häufig im Zuge der Therapie durchgeführt wird, die verbleibende gesunde Niere die lebenswichtigen Nierenfunktionen alleine übernehmen kann.

sz

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Nierenkrebs-News von Curado.de

  • Nierenkrebs: Nachsorge und Rehabilitationsmaßnahmen
    Nierenkrebs - Nach einer Operation sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um ein mögliches Wiederauftreten des Krebses rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können. Bei diesen Kontrollen werden Blut- und Urin untersucht sowie eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchgeführt. Eine Computertomografie oder eine Magnetresonanztomografie des Brust- und Bauchraumes kann angeordnet werden. Rehabilitationsmaßnahmen können kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in Anspruch genommen werden und beschleunigen den Heilungs- und Erholungsprozess.
  • Auf dem Weg zur individuellen Therapie beim Nierenzellkarzinom
    Neues Forschungsprojekt zum Nierenzellkarzinom: Urologen aus Jena suchen nach spezifischen Biomarkern, die eine Prognose über die Wirksamkeit und die Stärke der Nebenwirkungen der zugelassenen Medikamente erlauben und so zu einer individualisierten Therapie beitragen. Das berichtet die Universitätsklinik Jena.
  • Urologen propagieren Paradigmenwechsel zum Organerhalt bei Nierenkrebs
    Nierenkrebs im Focus der Deutschen Urologen: Mit rund 16 000 Neuerkrankungen im Jahr ist das Nierenzellkarzinom der dritthäufigste urologische Tumor und eines der zentralen Themen auf der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 14. bis 17. September 2011 im Congress Center Hamburg. Neueste Erkenntnisse zur organerhaltenden Nierenkrebs-Chirurgie stehen dabei im Mittelpunkt.