Ratgeber Nierenkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Diagnose

Beschwerden, die auf eine Nierenerkrankung und u. U. auf Nierenkrebs hinweisen können, sind neben einer Verhärtung im Bauchbereich und Blut im Urin allgemeingesundheitliche Auffälligkeiten, wie z. B. Blutarmut, Müdigkeitserscheinungen, Rückenschmerzen, Fieber, Appetitlosigkeit oder Gewichtsabnahme.

Festgestellt werden kann ein Nierentumor durch verschiedene Untersuchungen, die z. T. in aufeinanderfolgenden Schritten durchgeführt werden. Durch eine Tastuntersuchung des Bauches kann der Arzt u. U. einen Tumor bemerken. Bildgebende Verfahren, wie z. B. Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen werden außerdem bei der Diagnose angewandt. Eine Untersuchung, die häufig bei einem Verdacht auf Nierenkrebs durchgeführt wird, ist die sog. intravenöse Pyelographie. Bei diesem Verfahren wird dem Patient ein jodhaltiges Kontrastmittel über die Blutbahn verabreicht, um darauffolgend verschiedene Röntgenaufnahmen des Bauchbereiches zu machen. Durch das Kontrastmittel werden Nieren, Harnblase und Harnleiter besser sichtbar und Veränderungen bzw. Auffälligkeiten können gesehen werden.

Wurde ein Nierenzellkarzinom gefunden, wird meistens eine Einteilung in Stadien, die sich an bestimmten Richtlinien orientiert, vorgenommen, um eine geeignete Therapie festlegen zu können. Das erste Nierenkrebsstadium ist dadurch gekennzeichnet, dass sich der Tumor nur in der Niere befindet, während sich dieser im zweiten Stadium auf das umliegende Fettgewebe ausgebreitet hat. Im dritten Stadium hat sich der Krebs weiter ausgebreitet, nämlich entweder in die untere Hohlvene, in das Hauptgefäß oder in die Niere umgebende Lymphknoten. Hat sich der Krebsbefall bereits auf andere, die Niere umgebene Organe ausgebreitet, spricht man vom vierten Stadium.

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