Ratgeber Nierenkrebs
Informationen für Betroffene und Interessierte
Entstehung
Wenn Wachstum und Teilung von Zellen nicht mehr reguliert und kontrolliert ablaufen, kann Krebs entstehen. Tumorzellen ähneln gesunden Zellen häufig, was zur Folge hat, dass das Immunsystem sie oft nicht bekämpfen kann. Nierenkrebs ist eine Folge einer bösartigen Veränderung der Zellen im Nierenbereich, wobei die häufigste Art das Nierenzellkarzinom ist.
Der bösartige Tumor befindet sich bei Nierenkrebs meistens nur an einer der Nieren und dort in der Nierenrinde am unteren Teil der Niere. Die Wuchsrichtung weist meistens zum Nierenbecken hin. Metastasierung bei Nierenkrebs erfolgt häufig in Lunge, Lymphknoten, Knochen, Gehirn und Leber.
Was die genauen Ursachen einer Nierenkrebserkrankung sind, ist noch nicht vollständig erforscht. Neben Risikofaktoren wie Übergewicht bzw. fettreiche Ernährung sowie Nikotinkonsum wird auch eine Niereninsuffizienz als begünstigender Faktor für Nierenkrebs diskutiert. Die Nierenschwäche kann chronisch oder akut sein. Die Nierenunterfunktion verursacht, dass sog. harnpflichtige Substanzen (z. B. Harnsäure, Harnstoff, Kreatin) nicht ausreichend über den Urin ausgeschieden werden können und dadurch in zu hoher Konzentration im Blut verbleiben. Bei Patienten mit komplettem Nierenversagen wird das Blut während der sog. Dialyse „gewaschen“, d. h. eine Maschine muss die Funktion der Niere übernehmen.
Einflüsse von außen, wie der Kontakt mit chemischen Substanzen wie Schwermetallen oder Lösungsmitteln spielen bei der Entstehung von Nierenkrebs vermutlich auch eine Rolle.
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