Ratgeber Nierenkrebs
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Der Wilms-Tumor bei Kindern
Der sog. Wilms-Tumor, der seinen Namen dem deutschen Chirurgen Max Wilm verdankt, ist ein seltener Tumor der Niere. Während Erwachsene sehr selten an dieser Art des Nierenkrebses erkranken, ist der Wilms-Tumor die häufigste Nierenkrebserkrankung bei Kindern. Die erkrankten Kinder sind zum großen Teil jünger als fünf Jahre, wobei es bei der Erkrankungshäufigkeit keinen Unterscheid zwischen Mädchen und Jungen gibt. Zwar sind die Ursachen für diese Form des Nierenkrebses noch nicht vollständig bekannt, jedoch wird ein genetischer Zusammenhang vermutet. Wie auch bei den anderen Formen des Nierenkrebses sind Beschwerden oder Auffälligkeiten im Frühstadium der Erkrankung selten. Das später auftretende Hauptsymptom des Wilms-Tumors ist eine Vorwölbung der Bauchdecke, die meist schmerzlos ist und durch den Tumor hervorgerufen wird. Weitere Symptome können Fieber, Durchfall, Verstopfungen oder Erbrechen sein.
Wird die Erkrankung mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall oder eine Computertomographie diagnostiziert, werden weitere Schritte zur Behandlung geplant und durchgeführt, wobei die Prognosen für eine Heilung beim Wilms-Tumor vergleichsweise gut sind. Für die Therapie kommen operative Eingriffe, Chemo- oder Strahlentherapie infrage. Eine Operation, die nur die Entfernung des Tumors zum Ziel hat und ohne vorausgehende Chemotherapie durchgeführt wird, findet meistens Anwendung bei Kindern, die jünger als sechs Monate sind. Ältere Kinder werden häufig vor einer Operation mit einer Chemotherapie behandelt, die eine Verkleinerung des Tumors zum Ziel hat. Mit einer adjuvanten Strahlentherapie werden Kinder oft behandelt, wenn es sich um Tumoren handelt, die bereits recht ausgedehnt sind oder wenn die Lymphknoten mit Metastasen befallen sind.
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